Was ist ein interaktives Panorama?

Eine interaktive Panoramaaufnahme vermittelt dem Benutzer den Eindruck, selbst vor Ort zu sein, indem er seine Blickrichtung per Mausbewegung um 360° drehen sowie ins Bild ein- und auszoomen kann. So entsteht ein nahtloses Abbild eines Raumes oder eines Platzes, welches im Gegensatz zu einer herkömmlichen Fotografie nicht nur einen kleinen Ausschnitt zeigt, sondern nichts verborgen lässt. Mehrere solcher Aufnahmen können untereinander verbunden werden, wodurch ein virtueller Rundgang entsteht.

Wie entsteht eine virtuelle Umgebung?

Mit speziellen Kameras, Objektiven und Stativen werden diverse Einzelbilder aufgenommen,
aus welchen dann auf dem Computer ein Panorama errechnet wird.
Dieses 360 Grad Panorama liegt zunächst in Breitbildformat und in hoher Auflösung vor, so dass es auch für grossformatige Ausdrucke oder Printmedien verwendet werden kann.
Eine komprimierte Version dieser Aufnahme wird dann für den Internet-Viewer
(Java Applet oder QuickTime-PlugIn) erstellt, welcher in Echtzeit die erforderliche optische Linsenverzerrung einrechnet, um den Rundgang realistisch wirken zu lassen.

Unter welchen Voraussetzungen können virtuelle Rundgänge im Internet betrachtet werden?

Die Panoramas können in jedem Webbrowser ohne die Installation von Zusatzprogrammen gezeigt werden.
Die besten Resultate werden jedoch mit dem populären QuickTime-PlugIn von Apple erzielt.

Was bedeutet 360°x90° und 360°x180° im Zusammenhang mit Panoramas?

Ein 360°x90° Panorama eröffnet horizontal (nach links und rechts) das gesamte Blickfeld, vertikal (nach oben und unten) beträgt die Sicht insgesamt 90°. Dadurch bleibt der Bereich "zu Füssen" und "über dem Kopf" des Betrachters verdeckt. Der Vorteil liegt in der höchsten Detailtreue (Auflösung) des Bildes.

Ein 360°x180° Panorama ermöglicht zusätzlich den Blick senkrecht nach oben und unten. Der Vorteil liegt in der kompletten Abdeckung des Raumes, was beispielsweise in einem Hotelzimmer von Bedeutung ist, nicht aber im freien Gelände.

Welche Viewer-Techniken existieren und wodurch unterscheiden sich diese?

1. Java Applet
Da auf beinahe allen Computern (PC & Mac) Java im Betriebssystem integriert ist, kann der Benutzer die Rundgänge ohne Umweg und Vorkenntnisse betrachten. Die Java-Technik ist somit dem breitesten Publikum zugänglich.

2. QuickTime-PlugIn
Der QuickTime-Player ist ein weit verbreiteter Standard im Internet um Videos abzuspielen. Etwa 40% der PC-Nutzer haben diesen installiert, bei Mac ist er bereits fest integriert. Muss QuickTime zuerst heruntergeladen werden (8.0 MB), wird allerdings je nach Verbindung eine gewisse Zeit für den Benutzer in Anspruch genommen.
Die QuickTime-Technik ermöglicht qualitativ die besten Resultate.

QuickTime herunterladen

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Bildqualität, Fenstergrösse, Ladezeit und Reaktionsgeschwindigkeit?

Je grösser das Anzeigefenster und die Bildqualität (Auflösung; relevant für die Zoom-Funktion) gewählt wird, desto länger wird die Ladezeit und die Reaktionsgeschwindigkeit (Flüssigkeit des Bewegungsablaufes beim Navigieren im Bild). Daher gilt es, einen dem Zielpublikum angepassten Kompromiss aus diesen Komponenten zu finden.

Es gibt keine Mindestanforderungen an das System des Benutzers, jedoch vermittelt ein schneller Rechner ein besseres virtuelles Erlebnis.